Wohnhaus Dr. Prell

Erfurt, Germany 1999-2001

Die geschlossene Nord-Fassade schützt vor Einblicken und dient dem Schutz der Privatsphäre. Beim Betreten des Hauses in die zentrale Wohnhalle ändert sich der sinnliche Eindruck schlagartig. Eine lichtdurchflutete atriumartige Halle mit einer komplett verglasten Südfassade lässt den Blick in die unverbaute Landschaft schweifen und vermittelt eine mediterrane Wohnatmosphäre.
Das Haus wurde unter nachhaltigen energiesparenden Gesichtspunkten konzipiert Die zentrale Wohnhalle dient als Solarspeicher und liefert kostenlose Energie an sonnigen Wintertagen.

Den Vorgaben des Bebauungsplans folgend steht das Haus mit seiner Nordfassade direkt am Wendehammer einer kleinen Anliegerstrasse. Die geschlossene Fassade schützt vor Einblicken und dient dem Schutz der Privatsphäre. Beim Betreten des Hauses in die zentrale Wohnhalle ändert sich der sinnliche Eindruck schlagartig. Eine lichtdurchflutete atriumartige Halle mit einer komplett verglasten Südfassade lässt den Blick in die unverbaute Landschaft schweifen und vermittelt eine mediterrane Wohnatmosphäre. Dieser zentrale zweigeschossige Raum vermittelt zwischen den beiden kubischen Steinhäusern. Raumhohe Türelemente ermöglichen ein „Durchwohnen“ des gesamten Erdgeschosses ebenso wie eine Abtrennung der einzelnen Räume.
Die ebenerdige Anordnung der Wohnräume sowie raumhohe Fenster machen fliessende Übergänge von innen nach aussen erlebbar. Haus und Garten verschmelzen zu einer Wohnlandschaft.

Das Haus wurde unter nachhaltigen energiesparenden Gesichtspunkten konzipiert. Auf der Nord- und Ostseite haben die Fassaden zur Minimierung der Wärmeverluste nur kleine Guckfenster während die Süd- und Westseite grossflächig verglast ist. Die zentrale Wohnhalle dient als Solarspeicher und liefert kostenlose Energie an sonnigen Wintertagen. Solare Energie wird tagsüber von den massiven Steinhäusern gespeichert und abends an die Räume wieder abgegeben. Im Frühling und im Herbst kann bei Sonnenschein auf eine zusätzliche Heizung verzichtet werden. Ein natürliches Belüftungssystem sowie ein hochwertiges Sonnenschutzglas vermeidet eine Überhitzung im Sommer. Auf kostenintensive Haustechnik wurde bewusst verzichtet. Lediglich Regenwasser wird zur Gartenbewässerung in einer Zisterne gesammelt und mit einer zusätzlichen Pumpe genutzt.

Aussenanlagen: Christ Landschaftsarchitekten