MingLang International Center,
Tianjin Airport Zone

Tianjin, China, 2007-2009

Das Projekt entstand aus einem gewonnenen Wettbewerb bei dem 10 größtenteils international tätige Büros eingeladen waren.
Unser Vorschlag basiert auf der Idee die geforderte relativ große Geschoßfläche von ca. 120000m2 in 3 „weiche“ Gebäude aufzulösen die jeweils unterschiedliche Funktionsbereiche (Apartments, Hotel, Büros) aufnehmen. Die Baukörper folgen keiner Geometrie sondern wurden mit Hilfe des Computers frei modelliert. Im Zentrum entsteht ein neuer introvertierter öffentlicher Platz mit Läden, Cafes, Restaurants und einem Fitnesscenter mit Schwimmbad.

Das Projekt entstand aus einem gewonnenen Wettbewerb bei dem 10 größtenteils international tätige Büros eingeladen waren.
Unser Vorschlag basiert auf der Idee die geforderte relativ große Geschoßfläche von ca. 120000m2 in 3 „weiche“ Gebäude aufzulösen die jeweils unterschiedliche Funktionsbereiche (Apartments, Hotel, Büros) aufnehmen. Die Baukörper folgen keiner Geometrie sondern wurden mit Hilfe des Computers frei modelliert. Im Zentrum entsteht ein neuer introvertierter öffentlicher Platz mit Läden, Cafes, Restaurants und einem Fitnesscenter mit Schwimmbad.

Die Gebäude wurden als Niedrigenergiehäuser entworfen, bei denen die heute technischen Möglichkeiten zur Reduzierung von Energie und Emissionen berücksichtigt wurden. Im Vergleich zu konventionellen Gebäuden mit „Power“ Klimaanlagen entstehen geringfügig höhere Investitionskosten bei gleichzeitiger Reduzierung langfristiger Betriebskosten. Das Verhältnis zwischen ernergieübertragender Oberfläche und Volumen des Gebäudes (A/V Verhältnis) wurde durch die teilweise bauchig ausgebildeter Baukörper optimiert.  

Das MingLang International Center ist eine kleine Landmark innerhalb des neuen Industrieparks am internationalen Flughafen Tianjin, dem größten Cargo-Flughafen Chinas. In der Freihandelszone –eines der wichtigsten Wirtschaftszentren Chinas- haben sich insbesondere internationale Großhandelsunternehmen, Logistik- und Hi-tech-Firmen, Banken, Hotels und die neue Produktionsstätte des Airbus A 320 angesiedelt. 
Der Gebäudekomplex, bestehend aus 3 individuellen Baukörpern, bildet ein kleines autarkes Stadtteilzentrum innerhalb der ersten Bauzone. Die weichen organisch geformten Baukörper heben sich selbstbewusst von der Nachbarbebauung ab und vermitteln zwischen den vorhandenen und geplanten Parkanlagen im Norden und Süden des Baugrundstücks. Aufgrund des nahen Flughafens durfte die Gebäudehöhe von 43m nicht überschritten werden.      
 

Die Fassaden wurden sowohl unter gestalterischen als auch unter energetischen Gesichtspunkten entwickelt. Zur Vermeidung von Wärmeverlusten (im Winter) und Wärmebelastung (im Sommer) wurden die Ganzglasfassaden teilweise mit wärmegedämmten Panelen und auf der Nordseite zusätzlich mit einer zweiten inneren Fassade ausgestattet. Um die direkte Sonneneinstrahlung und die damit verbundenen Wärmebelastung im Sommer weiter zu reduzieren erhalten die transparenten Fassadenbereiche zusätzlich einen weißen opaken Glasaufdruck bzw. aussenliegende Sonnenschutzlamellen.

Neben der energieoptimierten Fassade ist die sanfte Heizung und Kühlung mittels thermoaktiver Bauteile wesentliches Element des Niedrigenergiekonzeptes.
In die Betondecken werden wassergefüllte Leitungen einbetoniert. Diese dienen im Winter zur Beheizung (wie Fußbodenheizung) und im Sommer zur Ableitung von Wärme. Die Decken wirken als große Heiz- bzw. Kühlflächen und erzeugen bei gleichbleibenden  Oberflächentemperaturen von ca. 21°C - 23°C ein angenehmes Raumklima. Im Sommer entziehen die Bauteile tagsüber dem Raum Wärme und geben diese zeitverzögert nachts wieder ab. Über eine kontrollierte Lüftung wird das Gebäude mit frischer Luft versorgt. Dabei wird die Zuluft über ein im Erdreich verlegtes Erdregister im Winter vorgewärmt. Über einen Wärmetauscher wird die in der Abluft gespeicherte Energie wieder dem Gebäude zugeführt.
 
Im Sommer wird die Zuluft durch das Erdregister heruntergekühlt und über Kanäle in die einzelnen Räume geleitet. Die Entlüftung erfolgt über die Atrien und wird über die Dachfenster nach aussen geleitet. Die in den Atrien aufsteigende Warmluft erzeugt einen Unterdruck der die natürliche Entlüftung der Büros und Apartments über Nachströmöffnungen gewährleistet. Auf den Einsatz von energieintensiven Kältemaschinen kann weitgehend verzichtet werden.